Predazzo - Folgaria
Hallo liebe Sportsfreunde,
heute ging es von Predazzo nach Folgaria. Gewohnt haben wir in Trodena, ca. 20 km entfernt. Alles ganz nett eigentlich. Die heutige Etappe kann man wohl wirklich als härteste aller Etappen bezeichnen. Es ging über 103km und mehr als 3000 Höhenmeter über Wald und Flur. Ok, ganz ehrlich, es ging vor allem über Strassen. Zuerst 17km bergab oder leicht abfallend und dann 1000hm bergauf, auf der Strasse. Dann ging es auf der Strasse bergab und im Tal über viele, viele Kilometer in Zügen zum Anstieg zur Kaiserjägeralpe. Der Anstieg dort war wirklich bitter. Es war fast Punkt zwölf, high noon sozusagen, und die Sonne brannte auf die alte Strasse. Irgendwie habe ich keinen gesehen der noch wirklich flüssig bergauf fuhr. Nach den ganzen Tagen aber auch kein Wunder. Es folgte die Kaiserjägeralpe, welche sich mit wirklich schönen Trails schmückte. Viele Wurzeln, viele Steine, technisch ein wenig anspruchsvoller und ein ständiges Auf- und Ab. Wäre es kein Rennen, hätte man dies wirklich genießen können. So hieß es dranbleiben und weiterheizen. Die letzten beiden Anstiege waren dann aber noch mal der Hammer. Mit mehr als 2000hm und 95km in den Beine zwei 15% Anstiege über geschätzte 700m zu erklimmen, ist dann schon hart. Am letzten Anstieg halfen dann die aufbauenden Worte „noch 400 Meter und ihr habt es geschafft“ den letzten Kick an dem Berg zu geben und dann Richtung Ziel zu rollen. Die Einfahrt in Folgaria war dann noch mal der letzte Kraftakt. Morgen geht es dann nach Riva del Garda und aller Voraussicht nach, wird es morgen keinen Bericht geben, da wir hoffentlich Party machen können.
Zu den Tagesdaten
Kilometer 103km
Höhenmeter 3070hm
Gesamtfahrzeit 5:30:13
Durchschnittsgeschwindigkeit 18,74
Durchschnittspuls Gordon 153
Durchschnittspuls Falko 134
Wertung
Men 156 (wie Vortag)
Gesamt 231 (wie Vortag)
Gesamtfahrzeit bestes Team 4.06.34
Zur Hotelwertung:
Den letzten Platz vergeben wir erst morgen, weil vor diesem sitzen wir aktuell. Gestern waren wir im Ludwigshof. Man könnte sagen, es ist eine Rentnerabsteige.
Der Chef von dem Hotel ist aber sehr nett und reisst es damit ein bisschen raus. Die Ausstattung des Zimmers war Standard und eigentlich zufriedenstellend. Seit heute weiß ich, dass die Italiener sich auch Sachen bei der Auflösung der ehemaligen DDR gekauft haben. Dies war gestern so nicht der Fall, wir waren ja auch in Südtirol und nicht in good old Italy.
Zum Auto:
Verschönert gerade Folgaria. Der Ort ist schön, aber das Hotel liegt in absoluter Einöde….