Archive for the ‘das Rennen’ Category

Folgaria - Riva del Garda

Montag, Juli 23rd, 2007

Hallo liebe Sportsfreunde,

wir haben es geschafft. Heute sind wir durch die Staus auf den Trails in 4:37 nach Garda gehechtet. Nun gut. Ich bin gehechtet, auf einem der Trails, mitten in den Wald hinein. Mein Vorderrad hat in einem handbreiten ausgefahrenen Trail seitlichen Kontakt bekommen und zack, lag ich da.

Sonst war der Tag von den vielen Trails und dem zweiten Anstieg dominiert.

Der erste Trail war staureich (Phänomen Stau: zuviele Leute an einem Ort…) und nachdem es mal am Laufen war, ging es dann doch recht reibungslos über eine der schönsten Etappen.

Am zweiten Berg dominierte die Hitze und die grandiose Steigung von bis zu 26%. Respekt, es hat fast keiner geschoben und alle haben sich diese sch…. Steigung hochgequält.

In Riva selbst dann eine Riesenspektakel, leider nicht am Strand, wie 2006 in Limone. In den See konnten wir trotzdem springen, lecker Becks trinken und den Abend geniessen, den das Team noch gut organisiert bekommen hat.

Wir grüßen auch noch die Sieger der Senior Master Kategorie die D´ürner Oldies :-), die an unserem Tisch saßen.

Kilometer                                65,18km
Höhenmeter                            2064hm
Gesamtfahrzeit                        4:37:18
Durchschnittsgeschwindigkeit    14.16
Durchschnittspuls Gordon        153
Durchschnittspuls Falko            129
Wertung
Men                                         151 (156)
Gesamt                                    226 (231)

Hotelwertung:

das letzte Hotel war auch das letzte Hotel. Wer schonmal in Hohenschönhausen (Ex Stasi-Gefängnis) war, kann  sich bildlich vorstellen, wie es dort aussieht. Ich wusste gar nicht, dass nach Schließung der DDR Teile nach Italien verkauft wurden. Das Cristallo in Folgaria ist zur Party bestimmt zu empfehlen. Es hat auch mit Abstand diese Hotelwertung verloren… abgebrannte Croissants zum Frühstück, 1 Tage alte Berliner und Schinken zum Kette fetten sind dann doch nicht unser Ding.
zum Auto:

wir lösen jetzt mal auf, welches Modell uns begleitet hat. Ein Ford Galaxy 2.0tdci. Sehr nett mit Navi und Klima ausgestattet und von der Fa. Hertz per ADAC Tarif gemietet.

Predazzo - Folgaria

Freitag, Juli 20th, 2007

Hallo liebe Sportsfreunde,

heute ging es von Predazzo nach Folgaria. Gewohnt haben wir in Trodena, ca. 20 km entfernt. Alles ganz nett eigentlich. Die heutige Etappe kann man wohl wirklich als härteste aller Etappen bezeichnen. Es ging über 103km und mehr als 3000 Höhenmeter über Wald und Flur. Ok, ganz ehrlich, es ging vor allem über Strassen. Zuerst 17km bergab oder leicht abfallend und dann 1000hm bergauf, auf der Strasse. Dann ging es auf der Strasse bergab und im Tal über viele, viele Kilometer in Zügen zum Anstieg zur Kaiserjägeralpe. Der Anstieg dort war wirklich bitter. Es war fast Punkt zwölf, high noon sozusagen, und die Sonne brannte auf die alte Strasse. Irgendwie habe ich keinen gesehen der noch wirklich flüssig bergauf fuhr. Nach den ganzen Tagen aber auch kein Wunder. Es folgte die Kaiserjägeralpe, welche sich mit wirklich schönen Trails schmückte. Viele Wurzeln, viele Steine, technisch ein wenig anspruchsvoller und ein ständiges Auf- und Ab. Wäre es kein Rennen, hätte man dies wirklich genießen können. So hieß es dranbleiben und weiterheizen. Die letzten beiden Anstiege waren dann aber noch mal der Hammer. Mit mehr als 2000hm und 95km in den Beine zwei 15% Anstiege über geschätzte 700m zu erklimmen, ist dann schon hart. Am letzten Anstieg halfen dann die aufbauenden Worte „noch 400 Meter und ihr habt es geschafft“ den letzten Kick an dem Berg zu geben und dann Richtung Ziel zu rollen. Die Einfahrt in Folgaria war dann noch mal der letzte Kraftakt. Morgen geht es dann nach Riva del Garda und aller Voraussicht nach, wird es morgen keinen Bericht geben, da wir hoffentlich Party machen können.

Zu den Tagesdaten
Kilometer    103km
Höhenmeter    3070hm
Gesamtfahrzeit    5:30:13
Durchschnittsgeschwindigkeit  18,74
Durchschnittspuls Gordon  153
Durchschnittspuls Falko   134
Wertung
Men     156 (wie Vortag) 
Gesamt     231 (wie Vortag)
     
Gesamtfahrzeit bestes Team  4.06.34
Zur Hotelwertung:
Den letzten Platz vergeben wir erst morgen, weil vor diesem sitzen wir aktuell. Gestern waren wir im Ludwigshof. Man könnte sagen, es ist eine Rentnerabsteige.
Der Chef von dem Hotel ist aber sehr nett und reisst es damit ein bisschen raus. Die Ausstattung des Zimmers war Standard und eigentlich zufriedenstellend. Seit heute weiß ich, dass die Italiener sich auch Sachen bei der Auflösung der ehemaligen DDR gekauft haben. Dies war gestern  so nicht der Fall, wir waren ja auch in Südtirol und nicht in good old Italy.

Zum Auto:
Verschönert gerade Folgaria. Der Ort ist schön, aber das Hotel liegt in absoluter Einöde….

 

Arabba - Predazzo

Donnerstag, Juli 19th, 2007

Hallo liebe Sportsfreunde,

der heutige Bericht wird relativ kurz, da ich mich im letzten Bericht ja bereits ausgiebig über verschiedene Themen ausgelassen hatte. Heute ging die Etappe von dem erwähnten, nicht zu empfehlenden Arabba nach Predazzo in den Dolomiten.
Wegen dem Fauxpas von gestern und der damit erreichten Platzierung, wurden wir in den Startblock D degradiert und durften mal zuschauen, wie es aussieht, wenn die ersten drei Startblöcke starten. Nachdem wir gestartet waren, war wegen einem Bach und einem 26% Anstieg auch schon wieder Schluß mit der Fahrerei und für hundert Meter hieß es wie so oft: Schieben. An dem weiteren Aufstieg passierte nicht wirklich viel. Erst als wir an einer Skipiste ankamen, die im Zick-Zack (danke Ulli für den Wahnsinnstipp) bezwungen werden musste, konnte man schon wieder das Fluchen anfangen. Die anschließende Abfahrt war, wie die Abfahrten in den Dolomiten so sind: langweilig. Man darf es mit der Geschwindigkeit nicht übertreiben, der Untergrund ist steinig, trocken und lose und die Bremsen geben sich die beste Mühe zur Verzögerung. Manche Kameraden probieren dann doch an einem vorbeizuschiessen und stürzen dann wegen Selbstüberschätzung. Die höfliche Frage, ob es demjenigen gut geht, gebietet sich natürlich. Nach einer der vielen Straßenabfahrten, ging es heute ausnahmsweise mal auf einen chilligen Trail, der wirklich Spass machte. Mit einer etliche Kilometer dauernden Abfahrt ging es dann auf den Karerpass. Oben angekommen ging es erneut über einige Kilometer bergab und wie mir viele Fahrer bestätigten, wurde die Verpflegung herbeigesehnt, welche aber erst nach weiteren Kilometern folgen sollte. Die Orga sollte bei dem Wetter der letzten Jahre vielleicht doch überlegen, ob es für die Fahrer nicht sinnvoller wäre, die 2. Station nicht entfernter als 40km von der ersten entfernt liegen zu lassen. Es waren nur noch 8km bergauf und 14km bis ins Ziel. Was in Dreiherrgottsnamen sollen wir im Ziel noch mit Wasser??? Das gleiche Problem wird sich morgen auch stellen, wenn die Verpflegung 50km von der ersten Verpflegungsstelle entfernt liegt. So tragisch wie heute wird dies trotzdem nicht werden, da 20km bergab laufen werden.

Zu den Tagesdaten
Kilometer 76,13km
Höhenmeter 2702hm
Gesamtfahrzeit 4:51:13
Durchschnittsgeschwindigkeit 15,47
Durchschnittspuls Gordon 153
Durchschnittspuls Falko 134
Wertung
Men 156 (Vortag 157 (inoffiziell)
Gesamt 233 (Vortag 259 inoffiziell)

Heute waren wir im Tagesergebnis 115.!!

Gesamtfahrzeit bestes Team wissen wir wieder nicht

Zur Hotelwertung:
Das Hotel „Ru de Mont“ war nichts Besonderes, aber dafür im Preis mit 50€ teuer. Die Zimmer waren mit verhältnismäßig alten Möbeln ausgestattet und die Betten ausgelegen. Das Frühstück war ok. Trotzdem rutscht das Hotel „Ru de Mont“ (ohne Bewertung das es in Arabba liegt) auf den letzten Platz aller besuchten Hotels. Es passt aber zu dem Bild was uns Arabba geboten hat.

Zum Auto:
Der Lichtblick in Arabba

 

Ach ja liebe Leser: Auch wenn es absurd klingt: Kommentare können über Punkt “No Comments” oder “Comments” gesetzt werden. Mario, mach mal was!

St. Vigil - Arabba

Donnerstag, Juli 19th, 2007

Hallo liebe Sportsfreunde,

liebe Araber, ach nee liebes Arabba. Viele Anfragen haben uns erreicht, warum wir gestern keinen Bericht ins Netz gestellt haben und dazu kann man wirklich nur sagen, dass wir in Italien angekommen sind. So in echt, really und liebes Italien, es ist irgendwie wie immer. Ich glaube man liebt Italien oder eben nicht. Als Sportler tendieren wir zu dritt einstimmig zum nicht. Es kann sein, dass sich nun wieder etliche Leute auf den Fuß getreten fühlen, aber es ist hier rein unsere Meinung. Nach diversen Erlebnissen vom letzten Jahr, wiederholt sich dieser ganze Kappes schon wieder. Wir dachten Madonna di Campiglio wäre an Dilettantismus nicht zu überbieten, aber Arabba / Italien, also noch mal damit es niemand vergisst Arabba / Italien hat den Vogel abgeschossen. Der Tag begann eh schon im totalen Chaos und endete auch so, ohne das wir etwas dazu getan haben. Es fing alles so nach 6km an, als ich auf der Strecke Gordon verlor, von dem ich fest ausging, dass er hinter mir war. Ich bin ca. einen Kilometer langsam gefahren und habe gewartet, dann umgedreht und zwei Kilometer zurück. Es ist schon ein Erlebnis eine Rennstrecke rückwärts zu fahren, auch wenn es nur die vermeintlich langsameren Fahrer sind. Nachdem ich am letzten wissentlichen Punkt, an dem ich Gordon zuletzt gesehen hatte angekommen war, unterhielt ich mich in Englisch mit Nummer onehundertfourtythree, welche das gleiche Problem hatte. Dann ging es los, dass ich die Strecke entlangknüppelte, fast noch einen Mitfahrer umheizte, weil der unter dem Kommando „Links“ verstand, nach links fahren zu müssen. Naja, gut gegangen. An der Kontrollstation war dann aber kein Gordon. Hier ein Ausflug zum Reglement: Bei Zeitunterschieden von mehr als 2 Minuten bekommt das Team 60 Minuten Zeitstrafe. So dann stellte ich mein Rad vor dem Sensor ab und wartete und machte mir so meine Gedanken. Etliche Teams zogen vorbei und ich holte mir mal was zu trinken, was zu essen (Verpflegung und Kontrollstation sind eins) und unterhielt mich mit anderen Wartenden. Alle waren weg und keiner hatte meinen Teampartner gesehen. Es kam dann ein Fahrer mit Vorderrad und später zwei Frauen, die auf Englisch meinten, dass mein Teampartner das gleiche Trikots anhat und ohne Vorderrad unterwegs ist. OK, also zurück. Die Koreaner (letztes Team) „zogen“ an mir vorbei und ich kam zum Besenmotorrad mit Holger Meyer. Netter Kerl wirklich. „Es sei niemand mehr auf der Strecke“ und „Du bist doch fit. Fahr halt“, was ich dann auch tat. Kurz noch was getrunken und dann ging es los. Gib ihm. An Kontrollstation 2 hatte ich alle Fahrer die an 1 an mir vorbeigezogen waren, bereits eingeholt und dort wurde mir dann auch gesagt, dass mein Teampartner schon durch sei. Es war erleichternd, das zu hören, da die Alpen von den Abhängen nicht ohne sind. Also weiter Gas und ab ins Ziel. Dort wartete Gordon vor dem Ziel. Nach eingehender „Besprechung“ sind wir ins Hotel gefahren und haben uns erst mal erholt.
Dann hatten wir Hunger und da beginnt nun die ganz andere Geschichte mit Arabba / Italien. Das Kaff hat ein paar Gastwirtschaften zum Essen. In der ersten Gastwirschaft sagte man uns, die Speisen gäbe es erst ab 19h. Wir hatten halb sechs und das war uns dann doch zu lang. Also zum Restaurant „al Table“ in Arabba / Italien. Der Laden wirkte ein wenig unaufgeräumt, ja lieblos, aber es waren eine Menge Leute da. Also nach Essen gefragt. Es gab dieses ab halb sieben. Das war ok. Schon mal was ausgewählt und drei Weizen bestellt. Um kurz vor halb sechs kam die Bedienung und nahm unsere Speisenbestellung auf. Vorspeise Gemüsesuppe, Gulaschsuppe, Hauptspeise Pizza Calzone, Pizza Prosciutto, Pizza Speziale. Sodenn. Ein paar Minuten später gab es auch die Vorspeise, Brot dazu, super. Aber dann begann die Warterei. Nach einer halben Stunde, die ersten Worte zur langen Wartezeit. Es setzten sich Briten neben uns, bestellten, bekamen Pizza. Klasse! Entfernte Tische wurden neu besetzt, bestellten und bekamen ihr Essen. Erste Nachfrage nach dem Essen um 19:05. Der freundliche Kellner meinte in seiner besten Servicesprache „Wenn sie bestellt habe, wird das Essen schon kommen“. Allein die Antwort war schon der Hammer. Abgesehen davon war er eh schon total überfordert. Liebe Personaler, wenn ich ein Foto hätte (auch wenn dies nicht AGG tauglich ist), dem hätte man die fehlende Stressresistenz angesehen. Also gedacht “ok“, 15min Zuschlag. Nächste Bedienung. Andere Fragestellung, bessere Antwort: „Ah ja, ich schau mal nach“ und dann ward sie den Abend nicht mehr gesehen. Der Magen hing inzwischen auf halb acht und auch am Nebentisch bildeten sich erste Tumulte von einem italienisch-sprechenden (wahrscheinlich) Italiener. Der konnte sich wenigstens soweit ausdrücken, dass er nach ca. 8 Minuten eine Pizza Prosciutto bekam. Geht doch. Nächste Bedienung. Bemühte sich wirklich. Kein Ergebnis. Die Tatsache, das wir gern unser Essen hätten oder bezahlen würden, beschäftigte dann schon zwei Bedienungen, leider ohne Ergebnis. Um 20:10 bekamen wir dann die Rechnung, die auch noch falsch war. Egal. Geld hingelegt, von dem was wir gegessen und getrunken hatten und gegangen. Ehrlich liebe Mitlesenden, das ist keine offizielle Bewertung von dem Restaurant „al Table“ in Arabba / Italien, aber eine Empfehlung. Wenn ihr mal nach Arabba / Italien kommt, geht bloss nicht ins „ al Table“ ! Die Tische sind dreckig, der Chef lotst die Leute nur an die Tische, die er aus undurchsichtigen logistischen Gründen besetzen will, der Kellner ist schlecht gekleidet und inkompetent und man bekommt nur Vorspeisen, zumindest wenn man so undeutsch auftritt wie wir und noch relativ locker ist.
Also sind wir ins nächste Restaurant. Der Name tut nichts zur Sache. Wir haben auch keinen Nerv mehr gehabt, darauf zu achten. Weil draussen kein Platz war, sind wir reingegangen, setzten uns an einen Tisch der frei war und hofften auf „Essen“. Nach diversen Handbewegungen kam auch endlich eine englischsprachige Südtirolerin, die meinte, dass der Tisch nur für Hotelgäste sei und legte Karten auf den Tisch. Kam nie wieder und auch hier kann man sagen, vergesst den Laden. Wir haben uns dann auf die andere Seite der Wand gesetzt und probierten ein Bedienung zu bestellen. Hier bekam man dann nicht nur Nichts zu Essen, sondern auch keine Bedienung. In Nils seiner Kreativität drehten wir den Spieß halt um: wir gingen zur Bedienung. Nils bestellte das was wir wollten (Vorspeise brauchten wir nicht mehr) und drei Helle Hefe kamen auch prompt. Nur mit dem Essen fing das Spiel wieder von vorne an. Aufgrund leichter Aggressivität erledigten wir dieses Thema dann in sage und schreibe weiteren 45min. Eine echt nette und bemühte Bedienung nahm dann noch mal unsere Bestellung auf und nach ungelogenen 2 Minuten, hatten wir was zu essen. Da war es auch schon fast zehn. Weil wir wegen der heutigen Etappe schlafen mussten, kam ich gestern nicht mehr zu dem Bericht. Den zweiten werde ich gleich nach dem Essen schreiben.
 

Zu den Tagesdaten von gestern
Kilometer    50,91km
Höhenmeter    2337hm
Gesamtfahrzeit    4:38:03
Durchschnittsgeschwindigkeit  10,99
Durchschnittspuls Gordon  148
Durchschnittspuls Falko   147
Wertung
Men     157 (Vortag 141)
Gesamt     259 (Vortag 201)
     
Gesamtfahrzeit bestes Team  wissen wir nicht
Zur Hotelwertung:
Das Hotel Olympia in St Vigil war erste Sahne. Für 50€ pro Kopf und weitere 27€ für das Abendessen, bekamen wir ein niegelnagelneues Zimmer mit 2 Bädern (Bad und Waschbecken und Dusche und WC) gute Betten und Balkon. Alles excellent. Als Hotel war es das Beste im gesamten Ranking, aber trotzdem „Haus Egitz rules!“

Zum Auto:
Hat auch an diesem Tag mit Nils gute Dienste geleistet.

 

Brixen -St.Vigil

Dienstag, Juli 17th, 2007

Ciao liebe Sportsfreunde,

es ging heute von Brixen nach St. Vigil über zweieinhalb Berge, wie Gordon so schön sagte.

Der Start ging wieder recht zügig von statten und es scheint so, dass die meisten der Piloten hier immer noch recht fit sind. Man sieht zwar immer wieder kleinere Blessuren und in den Anstiegen merkt man schon, dass einige arg von den Vortagen gezeichnet sind. Das Tempo ist jedoch weiterhin hoch. Die Leistungsdichte scheint hier (wie man auch in den Zeiten sieht) hoch zu sein. Helfen tut sich manch einer, mit Anschieben des Teampartners im Berg oder mit dem Ziehen durch Rucksack o.ä., da das „Anleinen“ an sich durch BIKE-Leserentscheid abgewiesen wurde. Wir haben als Team im ersten und zweiten Anstieg auch diese Taktik gefahren. Der Dritte erlaubte dies nicht, da erstens der Untergrund zu steinig war und zweitens der Anstieg immer mehr als 12% Steigung hatte.
Die Abfahrten waren sehr kiesig und rutschig, ließen sich aber außer in Kurven gut fahren. Die Kurven konnte man durch Driften und ein bisschen Gewichtsverlagerung aber trotzdem in den Griff kriegen. Mit einem ganz guten Gefühl kamen wir plötzlich in St. Vigil an. Leicht orientierungslos wusste ich erst gar nicht wo ich lang sollte und nach ein paar hundert Metern wartete dann das Ziel auf uns.
Was sonst noch passierte: In Brixen war ein neutralisierter Start angekündigt, den wir aber anscheinend irgendwie verpasst haben. Jedenfalls kam nach dem Sensor im „normalen“ Start/Ziel-Bereich kein weiterer Sensor zur Zeitmessung mehr. Wer mehr zu dem Thema neutralisierter Start wissen möchte, sollte die Berichte von 2006 lesen.
Ein Fahrerkollege scheint heute einen derben Abflug gemacht zu haben und wurde mit Hubschrauberunterstützung in St. Vigil eingeflogen. Gute Besserung!
Dazu sei auch gesagt, überschätzt euch nicht in den Abfahrten und probiert nicht die Grenzen von euch und euren Rädern aus. Dieses Jahr scheint bislang wenig passiert zu sein und wir hoffen, dass dies so bleibt.
Unser Team ist davon bislang verschont geblieben und toi toi toi hoffentlich bleibt auch das so!
Nur unser A.sch tut uns weh. Man merkt doch irgendwann, dass man stundenlang bergauf fährt.
 

Zu den Tagesdaten
Kilometer    67,48km
Höhenmeter    3012hm
Gesamtfahrzeit    4:56:03
Durchschnittsgeschwindigkeit  13,67
Durchschnittspuls Gordon  152
Durchschnittspuls Falko   129
Wertung
Men     141 (Vortag 142)
Gesamt     201 (Vortag 209)
     
Gesamtfahrzeit bestes Team  3:30 (in etwa)
(Platt, Sahm; Strobel und noch einer zeitgleich)
Zur Hotelwertung:
Das Hotel Garni Maria in Brixen ist ein nettes und sehr neues Hotel, welches stellenweise (2. OG) noch im Bau ist. Es war entsprechend neu ausgestattet und liegt nah an einer Hauptstrasse von der im Zimmer aber nichts bis wenig zu merken ist. Ansonsten würden wir es im Augenblick auf Platz 3 ranken.

Zum Auto:
Steht im Hof vom Hotel Olympia ;-)

 

Mayrhofen - Brixen

Montag, Juli 16th, 2007

Servus liebe Sportsfreunde,

um es mal auf den Punkt zu bringen, heute war der Tag nach dem schwersten Tag ;-)
Eigentlich ist wenig Spektakuläres passiert, also höre ich hier schon wieder auf.

Es ging den ersten Berg 1600hm zum Pfitscherjoch hinauf, vorbei am Schlegeisspeicher, in schöner Alpenatmosphäre. Noch genießen wir diese, denn es geht bald in die Dolomiten. Tut mir leid Achim, aber nach 2003 bin ich kein wirklicher Fan. Mal sehen, vielleicht überzeugt mich dieses Jahr mehr. Die Strecke zum Pfitscherjoch war anfangs geteert und es ging durch zahlreiche Tunnel bergauf. Ab dem Schlegeisspeicher folgte dann der trailigere Abschnitt. Teilweise verblockt und teilweise wäre er bestimmt gut fahrbar gewesen. Leider waren wir nicht in einer Gruppe, bei der dies auch erfolgte, so dass man schnell, in einem der kleineren Gänge, über das Geröll hinweg kommt, da einem einfach der Schwung fehlt.
Ohne diesen Schwung blieb ich auch an einem Stück hängen und habe nun eine kleine, aber wirklich nur kleine Schürfwunde am Oberarm. Vermutlich wird diese, wenn wir zurückkommen, schon nicht mehr zu sehen sein (Sorry Ludwika, Deinen Verbandspäckchenglücksbringer brauche ich zum Glück noch nicht J ). Der Schlegeisspeicher ist ein Gletscherstausee (weiteres unter wikipedia.de), soweit wir dies erkennen konnten.
Was sonst noch passierte: Gordon und ich waren heute stark am fighten, verlorenen Boden wieder gut zu machen und halfen uns gegenseitig die Berge hinauf und hinab zu kommen.
Ab dem Pfitscherjoch ging es eigentlich nur bergab. Warum „eigentlich“ wird sich die Mehrheit von euch verehrten Begleitern dieser kleinen familiären Webseite fragen. Und ich sage, ihr fragt euch das zurecht! Es war ja eigentlich nur noch eine Bergabfahrt, aber es fehlten noch über 600hm zu unserem Glück ins Ziel zu kommen. Die Strecke war anfangs kiesig-flowig und man konnte sehr gut bergab schiessen, schön durch die Kurven jagen und Leute überholen. Später aber dann ging es auf Asphalt, bei ordentlichem Gegenwind, Richtung Brixen. Als es flacher wurde waren immer noch gut 30km zu fahren. Also reintreten und Züge erwischen. Leider gelang uns dies anfangs nicht so gut, jedoch hatten wir nach der letzten Zielverpflegung einen der Züge wieder gefunden und Gordon und ich konnten dann den Zug ganz gut halten. Die zahlreichen Steigungen die wir dabei überwinden mussten und dies oft auch mit zusammengebissenen Zähnen, wollen wir gar nicht weiter erwähnen. Fahrtechnisch war die heutige Etappe eher mau soweit man mit einem Fahrrad auf einer asphaltierten Strasse zurechtkommt. Insgesamt kann man sagen, dass Gordon sich ein bisschen erholt hat und mir es den Strapazen entsprechend doch ganz gut geht. Ich hoffe natürlich das ersteres besser wird und letzteres so bleibt. Morgen ist Bergfest, dann haben wir die Hälfte der TransalpChallenge 2007 hinter uns. Mit mehr als 3000hm wartet aber eine happige Etappe auf uns. Sodenn liebe Leute, auf eine Neues.
Zu den Tagesdaten
Kilometer    94,40
Höhenmeter    2252hm
Gesamtfahrzeit    4:52:05
Durchschnittsgeschwindigkeit  19,42
Durchschnittspuls Gordon  155
Durchschnittspuls Falko   142
Wertung
Men     142 (Vortag 148)
Gesamt     209 (Vortag 249)
     
Gesamtfahrzeit bestes Team  3:40 (in etwa)
(Strobel und noch einer)
Zur Hotelwertung:
Gestern waren wir im Haus Egitz in Mayrhofen untergebracht. Auch wenn wir im Keller untergebracht waren, war diese Pension mit Abstand die Beste. Der Keller war sehr schön kühl, hatte einen phaetten Fernseher, theoretisch eine Sauna und ein nettes Bad. Der Hammer war, wir haben sogar Zugang zur Werkstatt bekommen, so dass unser Betreuer Nils wie immer einen 1A Job machen konnte. Der Wirtin von dieser Stelle noch mal ein ausdrückliches Lob, auch wenn sie dies wahrscheinlich nicht lesen wird. Aber wir würden immer wieder gerne dorthin zurückkehren. Also liebe Kollegen, nix Hotel oder son Schmarrn, Haus Egitz rules!

Hier noch eine Meldung von Nils: Frau Egitz, wir holen noch die RockyMountain Montageschürze ab!

Zum Auto:
Ein weiterer Tag mit diesem treuen Begleiter von Hertz! Über den Brenner und durch die Hitze, der Gute macht anscheinend alles mit. Selbst sechsfaches Abwürgen an der Mautstation, weil der Motor so leise ist, bringt dieses Ding nicht aus der Fassung. Respekt!

Reith im Alpbachtal - Mayrhofen

Sonntag, Juli 15th, 2007

Hallo liebe Sportsfreunde,

ersteinmal grüße ich meine Oma, die heute 90 wird *drück*

Heute ging es also um 9Uhr los. Gegrüßt sei der Mann vom Squeezy, der mit uns einen kleinen Gag gemacht hat. Mein Freund, sei froh, dass eure Sachen so gut sind, sonst würden wir die nicht mehr zu uns nehmen ;)…
Naja, heute sollte der längste Tag werden, zumindest laut Papier: 3424hm und 87,31km.
Und es wurde auch unser längster Tag, wir waren 6:30 unterwegs…
In Mittenwald war das Starterfeld recht entspannt, was auch am gestrigen Tag gelegen haben könnte. Nach kurzer Einfahrt ging es in den ersten Berg, 600hm. Dank frühzeitigem Start war es hier noch angenehm. Man kann nicht sagen kühl, aber noch angenehm. Mit viel Asphalt und Schotter ging es in die erste Abfahrt. Phänomen am heutigen Tag: Autos – überall – vor allem in den Abfahrten war dies nicht wirklich ohne. Es herrscht laut Reglement zwar Rechtsfahrgebot, aber rechts ist oft ziemlich weit links… Im Gegenzug steht ja auch überall, dass eine Radrennen auf der Strecke stattfindet. Also liebe Autofahrer, immer schön aufpassen, vor allem wenn ihr bergauf fahrt und euch hunderte Mountainbiker mit Nummern entgegenkommen. Ich weiß nicht, ob heute etwas passiert ist, aber es scheint sehr wahrscheinlich, dass es Berührungen mit anderen Fahrzeugen im Straßenverkehr gegeben haben könnte. Unser kleines Team wurde von diesem Unglück heute verschont und wir hoffen, dass dies auch so bleibt. Apropos Verletzungen, einige andere Teams hatten sich nach der gestrigen Etappe dann doch einige körperliche Blessuren, wie sich heute zeigte. Von Gesichtsverletzungen, über Schürfwunden, über verbundene Arme konnte man alles sehen. Es war zwar in Maßen, aber es gibt sie.
Was noch auffiel: am zweiten Berg konnte man sehen, welchen Teams die Körner von gestern noch so richtig fehlten. Ich selbst habe mindestens eine Hand voll Teams gesehen, bei denen der eine Teampartner den anderen die Steigungen hochschob. Gordon hatte sich von gestern auch nicht so ganz erholt, fuhr aber trotzdem mit dickem Puls die Berge hoch.
Die Abfahrt vom zweiten Berg war sehr cool zu fahren und ultra-flowig. Leider können es ein paar Leute einfach nicht sein lassen, auf den Wegen rumzuparken (Gruß an Chris J ). Das man Angst hat ist ja ok, aber lasst die anderen dann doch wenigstens vorbei, die Kopf und Kragen riskieren wollen. Das Thema gilt eigentlich auch bergauf auf Trails. Nur weil eine Stelle für einen selbst nicht fahrbar ist, heisst das nicht, dass die anderen dieses Stelle nicht auch fahren können und unbedingt hinter euch im kleinsten Gang bleiben wollen. Klar ist dies ein Rennen, trotzdem ist es eigentlich unproblematisch kurz zur Seite zu gehen. Wahrscheinlich sind jetzt Etliche angekotzt, aber es ist nun mal so.
So der dritte Berg 1400hm am Stück hinauf zum Geiseljoch. Am Anfang nur Asphalt, dann Schotter und dann Trail (siehe auch oben). Zurück noch mal zum zweiten Berg: der hatte 1000hm, da kann man schon mal verzweifeln, wenn man in den Trails nicht voran kommt.
Der Weg von Weerberg nach Innerst geht mit bis zu 17% über feinsten Teer. Und ihr könnt mir alle glauben, die ihr dies lest, um 12h ist das kein Spass mehr. Es waren 41 Grad und der einzige Wind, der blies, war ein leichter Rückenwind, den man aber nicht merkte, ausser man blieb stehen. Also bei jedem zweiten bis dritten Brunnen angehalten und den Kopf und das Trikots im kühlen Nass getränkt. Auf dem weiteren Weg durch den Wald hinauf zum Geiseljoch (2252hm), zeigte der Lorenz (die Sonne) welche Kraft er hat und prahlte.
Was wir an Wasser in uns geschüttet haben und was wir an Wasser auf uns geschüttet haben, dürfte sich in etwa die Waage halten. Es ist jedenfalls irre. Nach zig Wochen Regen ist jetzt in Österreich der Jahrhundertsommer (ich habe ein deja-vu) ausgebrochen. Morgen wird ähnlich heiß werden. Also liebe Sportsfreunde, wer es heiß mag ist hier genau richtig.
Einschub von Gordon: auf den letzten Metern haben wir uns im Zielsprint gegen zwei weitere Teams durchgesetzt.

Zu den Tagesdaten
Kilometer                               87,31
Höhenmeter                           3424hm
Gesamtfahrzeit                       6:30:25
Durchschnittsgeschwindigkeit   13,43
Durchschnittspuls Gordon        160
Durchschnittspuls Falko           134
Wertung
Men          148 (Vortag 149)
Gesamt     tragen wir morgen nach…
                (Findet man aber auch unter http://www.bike-transalp.de
Gesamtfahrzeit bestes Team  4:01

Zur Hotelwertung:
Gestern waren wir im Stolzenhof in Reith im Alpbachtal untergebracht. Die Zimmer waren entsprechend der Gegend sehr schön eingerichtet, das Bad war sauber und die Familie, die diese kleine Pension betreibt, war echt nett und hilfsbereit. Das Frühstück war mehr als ausreichend und das alles für eine Hand voll Euros (25€ pro Kopf).

Zum Auto:
Klasse! Und Nils auch!

P.S.
Wegen Mayrhofen grüß ich Betty und Gudrun ;-)

 

Mittenwald - Reith im Alpbachtal

Samstag, Juli 14th, 2007

Hallo liebe Sportsfreunde,

heute ging es also los, die 10te Jubiläumstransalp von Mittenwald nach Reith im Alpbachtal.
Um es mal kurz zu fassen, die Tour war hammerhart und wir werden sicherlich gut schlafen.

Leider startete die Transalp erst um 11Uhr. Was sich anfangs als Vorteil des Ausschlafens darstellte,
endete schnell in der Einsicht, dass die Hitze an allen Anstiegen zermürbt. Mein Tacho zeigte im Schnitt
37 Grad in der Sonne an und den Schattenwert ersparen wir uns, weil diesen gab es nicht.
Der Start in Mittenwald war wie immer ziemlich nervös und da man uns dank Startplatz in Block C
gesteckt hatte, mussten wir uns erstmal durch die vermeintlich “Schwächeren” kämpfen um unseren
Block zu finden.
Man kann mal sagen, dass die meisten hier schon ganz gut fit sind. Am Anfang (bis 12h)
konnte man die Hitze noch ertragen und am ersten Berg konnte man sich gut nach weiter nach vorne arbeiten,
aber der zweite Berg war dann schon brutal. Neben einem Kettenhänger im Berg, quälte mich vor allem
ein leichter Sonnenstich, da mir heiß und kalt wurde und mein Kreislauf sich im Kreis drehte, nachdem ich an der Verplfegung
Orangen, Wassermelonen, Squeezy, Maxim und Wasser zu mir genommen hatte.
Die Auffahrt brachte mich fast zum verzweifeln, aber drüber ist drüber…
Die Abfahrt des ersten Berges war sehr schön zu fahren, während der zweite Berg auch dort seinen Tribut haben wollte.
Geschätzte 16% Gefälle und nicht endenwollender Schotter sowie zahlreiche Serpentinen, liessen der Bremse keine Luft.
Ohne Sturz konnten wir diese Stück jedoch auch hinter uns bringen.
Ab Pertisau ging es dann eben bis leicht abfallend Richtung Reith. Ein krasser Krampf in Gordons linkem Oberschenkel stoppte
uns und der Zug mit dem wir mitfuhren, fuhr ohne uns weiter. Leider kam auch kein neuer, so dass wir über Kilometer mutterseelenallein
durch die österreichische Wallachei fuhren.
Nach einem 20% Anstieg kamen wir dem herbeigesehnten Ziel dann doch so nahe, dass wir durchfahren konnten.

Morgen folgt der härteste Tag: 3400 Höhenmeter (hm) bei 87km. Zum Glück wird um 8:30 gestartet, für alle Fahrer die diese Info
noch nicht bekommen haben….

FÜr 84,67 (mein Tacho zeigt 89,67??) brauchten wir 4:34h.
Durchschnitt 18.54km/h, laut unserer Rechnung 19,63 km/h.

Die besten in unserer Kategorie, Karl Platt und Stefan Sahm brauchten 3:13h.

Durchschnittspuls Gordon:  172
Durchschnittspuls Falko: 160

Platz (inoffizielles Ergebnis)
Kategorie Men   149
Kategorie Overall  219
Zur Hotelwertung: Wir waren für Mittenwald im Sonnenhof in Klais untergebracht. Chillige bayrische Atmosphere, weiche Betten,
ultralaute Badlüftung. Für 50€ war die Ausstattung ansonsten eher karg. Das Essen Abends war absolut in Ordnung, das Frühstück
hingegen Standard.

Zum Auto von Hertz: ist gestern und heute gut gelaufen… und Nils mag es sogar!